KI-Governance-Checkliste für den Mittelstand: 15 Kontrollen vor Go-live
Praktische KI-Governance-Checkliste für mittelständische Teams: Ownership, Datenregeln, Logging, Freigaben und Incident-Prozesse vor dem Produktivstart.
Die meisten KI-Verzögerungen sind keine Modellprobleme. Es sind Governance-Probleme.
Viele Teams kommen schnell durch den Piloten und stoppen dann kurz vor dem Produktivgang, weil dieselbe berechtigte Frage auftaucht: “Wer trägt Verantwortung, wenn das System skaliert?”
Diese Checkliste liefert eine belastbare Mindestbasis für den Go-live. Sie ist bewusst praxisnah für mittelständische Organisationen mit Tempo- und Compliance-Druck.
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Die 15-Kontrollen-Checkliste
Bewerten Sie jeden Punkt so:
- 0 = nicht definiert
- 1 = teilweise definiert
- 2 = umgesetzt und geprüft
1) Ownership und Entscheidungsrechte
- Verantwortliche Person benannt für produktive KI-Entscheidungen.
- RACI dokumentiert zwischen Fachbereich, IT, Security und Betrieb.
- Eskalationsweg geklärt für Ausnahmen und Incidents.
2) Datenkontrollen
- Datenklassen definiert (öffentlich, intern, vertraulich, kritisch).
- Erlaubte/verbotene Daten in Prompts klar dokumentiert.
- Systemgrenzen festgelegt, was KI schreiben darf und was nicht.
3) Zugriff und Identität
- Least Privilege umgesetzt für alle KI-Komponenten.
- Service-Identitäten getrennt von Nutzer-Identitäten.
- Regelmässige Access-Reviews fest eingeplant.
4) Nachvollziehbarkeit und Evidenz
- Logging-Regel für Prompt/Antwort inklusive Aufbewahrungszeit.
- Modell-/Versionsnachweis pro Release vorhanden.
- Audit-Trail für kritische Aktionen und Freigaben aktiv.
5) Change Management und Zuverlässigkeit
- Release-Gates für Prompt/Modell/Index-Änderungen definiert.
- Rollback-Playbook für Fehlverhalten getestet.
- Incident-Runbook und SLA-Ziele dokumentiert und owned.
Scoring-Interpretation
- 24-30 Punkte: Governance-reif für kontrollierten Produktivgang.
- 16-23 Punkte: Start nur mit 30-Tage-Hardening-Sprint.
- 0-15 Punkte: Noch nicht go-live-fähig, Basis fehlt.
Typisches Fehlmuster
Haüfig passiert “Tool zürst, Kontrollen später”. Teams optimieren die Demo und merken erst im Freigabeprozess, dass Ownership, Datenregeln und Incident-Prozesse nicht belastbar sind.
Das kostet Momentum und Vertraün gleichzeitig.
30-Tage-Governance-Hardening
- Woche 1: Owner benennen, RACI finalisieren, Entscheidungsrechte klären.
- Woche 2: Datenklassifikation und Prompt-Grenzen verbindlich machen.
- Woche 3: Logging, Versionierung und Alerts aktivieren.
- Woche 4: Incident-Simulation und Rollback-Test durchführen.
Damit erreichen viele Teams den Sprung von pilotfähig zu produktionsfähig.
Copy-Template: Governance-Scorecard
| Kontrollbereich | Score (0-2) | Owner | Review-Datum |
|---|---|---|---|
| Ownership und Entscheidungsrechte | - | - | - |
| Datenkontrollen | - | - | - |
| Zugriff und Identität | - | - | - |
| Nachvollziehbarkeit und Evidenz | - | - | - |
| Change Management und Zuverlässigkeit | - | - | - |
Wenn Sie vor dem Go-live eine strukturierte Governance-Einschätzung wollen, kontaktieren Sie uns für einen fokussierten Production-Readiness-Check.